Es gibt eine Vielzahl an Arten von Matratzen und Schlafunterlagen, jedoch sind nicht alle

druckentlastend. Beim Liegen auf einer herkömmlichen Matratze werden im Kontaktbereich vom Körper zur Schlafunterlage Blutgefäße und Kapillaren schlicht und einfach abgedrückt. Hier findet in dem Fall eine Störung der Durchblutung statt, der Körper dreht und wendet sich in eine andere Position um Druckbelastungen zu vermeiden. Druckentlastende Matratzen, bzw. Antidekubitusmatratzen wurden zur Propylaxe von Dekubitus entwickelt und stammen somit aus dem klinischen Bereich. Bettlägerige Patienten laufen Gefahr wund zu liegen, durch zu hohen Druck werden Blutgefäße abgeklemmt und die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des subkutanen Gewebes sind nicht gewährleistet und fördern so das Absterben größerer Zellhaufen. Zuviel Wärme und Feuchtigkeit verschlimmern diesen Effekt, es entstehen offene und tiefe Druckgeschwüre. Bei einer druckentlastenden Matratze wird der Auflagedruck auf die größtmögliche Fläche verteilt. Das Ergonomie Institut Dr. Heidinger, Dr. Jaspert und Dr. Hocke in Bayern hat eine Druckentlastung von bis zu 53,8% ermittelt. Durchgesetzt haben sich in dem Bereich viscoelastische Auflagen, die hervorragend eingesetzt werden können. Hersteller in dem Bereich sind unter anderem Tempur, Swisspur, Kubivent, PerfoSistem, Strohmeier, etc.