Ursachen von Rückenschmerzen – und wie sich vorbeugen lässt

Rückenschmerzen werden auch gerne als Volksleiden Nummer eins bezeichnet – zu Recht. Statistiken belegen, dass Arbeitnehmer wegen keiner anderer Krankheit so oft fehlen wie wegen Rückenschmerzen. Die Ursachen können indessen ganz unterschiedlicher Natur sein: Bewegungsmangel, langes und falsches Sitzen, Übergewicht, Überbelastung, kranke Organe , eine falsche Matratze– und nicht zuletzt Sorgen können Auslöser für Schmerzen im Rücken sein. Doch in den meisten Fällen, lassen sich Rückenschmerzen mit nur einfachen Mitteln vermeiden.

Rückenschmerzen in Zeiten der Wohlstandsgesellschaft


In den meisten Fällen beginnen Rückenschmerzen nicht wegen einer degenerativen Erkrankung (Verschleißerscheinung) der Wirbelsäule, sondern aufgrund einer falschen Verhaltensweise. Früher mussten Menschen weitere Strecken mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß bewältigen. Heute bewegen wir uns motorisiert fort. Im Büro kommt es oft zu stundenlangem, konzentriertem Sitzen – und folglich zu Verspannungen, die einem das Leben am Bildschirm schwer machen. Und selbst bei körperlicher Arbeit sind die Arbeitsabläufe oftmals monoton und belasten stets die gleichen Sehnen und Muskelgruppen. Fehlhaltungen und Fehlstellungen können unmittelbare Folgen sein, die wiederum zu Rückenschmerzen führen. Kommt dann noch Übergewicht dazu, werden Gelenke und Bänder noch mehr belastet. Wenn die Wirbelsäule dann in der Nacht nicht richtig gelagert wird, können Gelenke, Bänder und Muskeln auch nicht entspannen. Demnach häufigste Ursache für Rückenschmerzen: verspannte Muskeln, verkürzte Sehnen oder überdehnte Bänder. Hier kann bereits die Verwendung eines Viscoelastischen Topper oder eines guten Nackenstützkissen
eine Druckentlastung bieten

Degenerative Rückenerkrankungen – Geißeln des Alterns


Nicht nur Alltagsgegenstände unterliegen der Abnutzug. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch die Wirbelsäule „in die Jahre kommt“. Eine leichte Abnutzungserscheinung muss nicht zwangsläufig zu Rückenschmerzen führen, aber wenn es aufgrund einer Abnutzung der Zwischenwirbelgelenke zu einer Höhenminderung des Bandscheibenraumes kommt, sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Bei der sogenannten Spinalkanalstenose wird der Rückenmarkskanal, durch den zahlreiche Nervenstränge kommen, zusammengedrückt. Auch Stoffwechselerkrankungen können degenerative Rückenerkrankungen auslösen und Ursache für Rückenschmerzen sein. Die Osteoporose, eine Knochenstoffwechselerkrankung, tritt meist im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Ein zu starker Abbau von Knochenzellen führt hier bei gleichzeitig zu geringem Knochenneuaufbau zu einer verminderten Stabilität und somit Brüchigkeit der Wirbelkörper.

Spezifische Kreuzschmerzen vs. nicht spezifische Kreuzschmerzen


Weshalb es oftmals so schwierig ist, dem „ich habe Rücken“ auf den Grund zu gehen, liegt auch daran, dass die Ursachen sehr vielfältig sein können. Spezifische Rückenschmerzen sind eindeutig einer Ursache zuzuordnen. Untersuchungsmethoden wir Röntgen oder Kernspintomografie bilden z. B. Bandscheibenvorfälle, poröse Wirbelkörper, Tumore oder Verengungen des Wirbelkanals ab. Doch nicht umsonst spricht der Volksmund: „… von Sorgen gebeugt sein.“ Auf Rang 2 bei den Krankentagen der Arbeitnehmer folgen nach Muskel-/Skeletterkrankungen gleich die psychischen Störungen. Und auch hier kommt es oftmals zu massiven Rückenschmerzen. Aus diesem Grund sollte der Arzt des Vertrauens vor dem Abwägen einer Therapie genau prüfen, ob somatische (körperbedingte) Faktoren oder psychische/soziale Faktoren Ursachen für Rückenprobleme sind.

Rückenschmerzen – alles ist besser, als nichts zu tun


Selbst bei rheumatischen Erkrankungen wie Morbus Bechterew lässt sich in schmerzfreien Zeiten mit Bewegungstherapien einer zunehmenden Versteifung entgegenwirken. Um wie viel einfacher ist es da, ohne größeres Handicap für mehr Bewegung im Alltag zu sorgen: moderates Lauftraining, gelenkschonendes Fahrradfahren, entspanntes Rückenschwimmen oder einfach Wandern und „Energie tanken“ im Grünen. Im Büro helfen dann isometrische Übungen. Dabei handelt es sich um „Übungen auf engstem Raum“, auf die auch Astronauten vertrauen. Ganz wichtig ist natürlich auch die Schlafunterlage, eine druckentlastende Matratze kann hier sehr gut unterstützen und die Wirbelsäule, Bänder, Gelenke, Muskeln und Sehnen entlasten. Sehr positiv sind sogenannte Antidekubitusmatratzen. Hersteller sind unter anderem z. B. Tempur, Swisspur, Strohmeier und Kubivent.

Viel Erfolg beim Rückenschmerzen vorbeugen.