Schlafapnoe oder harmloses Schnarchen

Schlafapnoe ist eine Gefahr für die Gesundheit und sollte nicht unterschätzt werden.

Aber wie unterscheidet man harmloses Schnarchen von einer Schlafapnoe?

Nicht jeder Mensch, der schnarcht, hat auch automatisch das Schlafapnoe Syndrom, diese Volkskrankheit ist so weit verbreitet wie Diabetes. Ungefähr 3-4 % der Deutschen leiden darunter.

Was genau ist eine Schlafapnoe?

Es handelt sich hierbei um eine spezielle Art der Atmungsstörung, die ausschließlich während der Schlafphase auftritt. Bei dem Betroffenen kommt es während des Schlafes wiederholt zu lang andauernden Atemstillständen von mindestens 10 Sekunden, in manchen Fällen sogar bis zu 2 Minuten. In den schlimmsten Fällen wiederholen sich diese Atemstillstände bis zu 60 x in der Stunde, das wären bei einer 7-stündigen Nachtruhe ca. 420 Atemaussetzer. Hierbei kommt es zu einer deutlichen Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut.

Die Folgeerkrankungen einer Schlafapnoe sind:

Bluthochdruck

Sexuelle Funktionsstörungen (maskulin und feminin), Impotenz

Herzschmerzen

Schlaganfall

Chronische Luftnot

Herzrhythmusstörung (HRS) Arrhythmie

Diagnostik und Früherkennung

Bei frühzeitiger Erkennung dieser Volkskrankheit kann man erfolgreich den Folgeerkrankungen entgegenwirken.  Für den betroffenen ist es sehr schwierig selbst zu erkennen, ob er an der Schlafapnoe leidet. Am besten achten die Mitmenschen auf Atemaussetzer während Ihres Schlafes. Sie selbst sollten folgende Warnzeichen beachten:

-Fühlen Sie sich morgens unausgeschlafen?

– Haben Sie beim Aufwachen Kopfschmerzen oder aber Schwindelgefühle?

– Haben Sie des öfteren tagsüber einen Sekundenschlaf oder benötigen einen Mittagschlaf?

-Schlafen Sie fortwährend beim Fernsehen ein?

– Sind Sie nachts schon öfters mit Herzrasen aufgewacht?

– Fühlen Sie sich tagsüber unkonzentriert und vermindert leistungsfähig?

Behandlungsmöglichkeiten und Therapie

Schlafapnoe muss behandelt werden, von alleine tritt keine Besserung ein, bei Nichtbehandlung verschlimmern sich die Symptome eher mit zunehmendem

Alter. Grundsätzlich kann man mit der Schlafhygiene Linderung erzielen, dazu zählt:

-regelmäßige Schlaf- und Wachzeiten

-Gewichtsabnahme

-Schlafmittelverzicht

-ruhige nächtliche Umgebung

-eine gesunde druckentlastende Matratze

-Alkoholverzicht vor dem Schlafengehen

-Fitness während des Tages

Die Medikamentöse Therapie

Manche Ärzte verschreiben bei Schlafapnoe das Medikament Theophyllin in einer Dosierung zwischen 100 und 500 mg. Da diese Medikament zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringt, raten wir davon ab. 1/5 der Patienten spricht gar nicht darauf an und die Nebenwirkungen sind nicht vereinbar.