Wer schmerzfrei ist, kann sich glücklich schätzen. Leider denkt man über Schmerzen oft nur nach, wenn man sie hat. Der Bandscheibenvorfall ist weit verbreitet und sehr schmerzhaft. Die Bandscheibe ist eine faserknorpelige, flexible Verbindung zwischen den Wirbeln an der Wirbelsäule, der lateinische Name lautet discus intervertebralis. Eine Bandscheibe besteht aus 2 Teilen, dem äußeren Faserring und dem inneren Gallertkern. Der Faserring (lat. anulus fibrosus) besteht aus Schichten von kollagenen Bindegewebsfasern, die sich an den Wirbelkörper anheften. Der innere Gallertkern (lat. nucleus pulposus ) ist ein zellarmes Gewebe mit sehr hohem Wassergehalt. Bei Belastung wirkt dieses Wasserkissen wie ein Stoßdämpfer, verliert jedoch mit jedem Druck an Flüßigkeit. Bei Druckentlastung, z.B. beim Schlafen, saugen sich diese Kissen wieder voll, wie ein Schwamm. Über diesen Vorgang werden die Bandscheiben mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Der einzige Weg der Nährstoffversorgung, da mit dem Ende der Wachstumsphase ab dem 20. Lebensjahr keine Blutgefäße an den Bandscheiben mehr vorhanden sind. Die wechselnde Be- und Entlastung ist also die wichtigste Voraussetzung für den Stoffwechsel und die Nährstoffversorgung der Bandscheiben.

Gründe für einen Bandscheibenvorfall

Auf Dauer falsche Körperhaltung, mangelnde Bewegung und zu häufiges Sitzen führen zu einer Fissurenbildung. Der Gallertkern tritt aus und drückt auf die Ventralwurzel des Sprialnervs.

Vorbeugung – Prophylaxe

Einseitige Belastungen vermeiden und öfter bewegen. Bei falschen Körperhaltungen frühzeitig einen Orthopäden aufsuchen. Wichtig ist das Schlafen auf der richtigen Matratze, wenn sich die Bandscheiben auf einer druckentlastenden Matratze ausreichend erholen können, haben sie ausreichen Puffer für den nächsten Tag.